
Jingyu Xu ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die medienübergreifend mit Skulptur, Malerei, Video und Installation arbeitet. Geboren 1981 in der Provinz Shandong, China, lebt und arbeitet sie zwischen Südflorida und Peking. Ihre künstlerische Praxis untersucht Erinnerung, Identität, Transformation sowie die emotionale Spannung zwischen persönlicher und kollektiver Erfahrung durch psychologisch aufgeladene und häufig surreal wirkende Bildwelten.
Xu erhielt 2004 ihren Bachelorabschluss in Bildhauerei an der Shandong University of Art and Design und lehrte dort bis 2012, bevor sie sich vollständig ihrer eigenen künstlerischen Praxis widmete. Von 2007 bis 2008 war sie Gastwissenschaftlerin an der École nationale supérieure des beaux-arts de Lyon in Frankreich. Ihre Arbeiten wurden international in Institutionen wie dem National Art Museum of China, dem Today Art Museum, dem Shanghai Minsheng Art Museum, dem Grand Palais in Paris sowie in der Chinesischen Botschaft in Frankreich ausgestellt.
Aufgewachsen in Shandong, einer der ältesten Regionen der chinesischen Zivilisation, entwickelte Xu eine künstlerische Perspektive, die gleichermaßen von traditioneller Kultur wie von den tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen des zeitgenössischen China geprägt ist. Ihre Arbeiten verbinden eine fragile Materialität mit psychologischer Spannung und stellen häufig Zartheit und Verletzlichkeit Themen wie Isolation, Transformation, Verletzbarkeit und Ausdauer gegenüber. Durch genähte Formen, skulpturale Körper, textile Elemente und immersive Inszenierungen schafft sie symbolische Räume, die die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, Schönheit und Unbehagen sowie Nähe und Entfremdung verschwimmen lassen.